Linear Sweep Potentiometry (LSP)

Linear Sweep Potentiometry (LSP) ist eine elektrochemische Technik, die mit den folgenden Geräten von PalmSens angewendet werden kann:

Die lineare Sweep-Potentiometrie ist der linearen Sweep-Voltammetrie sehr ähnlich, aber in diesem Fall wird der Strom und nicht das Potential kontrolliert. Sie wird auch als Galvanodynamischer Schritt bezeichnet. Es wird eine Stromabtastung vom Anfangsstrom, "i begin", bis zum Endstrom, "i end", durchgeführt. Die Abtastung ist nicht wirklich linear, sondern es werden kleine Stromschritte ('i step') gemacht. Das Potential wird während des letzten 25 %igen Intervalls eines jeden Schritts gemessen (abgetastet). Die Anzahl der Punkte in der Kurve des Stroms gegenüber dem Potential ist also (i end - i begin) / E step + 1.

Die Abtastrate wird in Strom pro Zeit (d.h. µA/s) angegeben, die die Zeit zwischen zwei Schritten und damit die Abtastzeit bestimmt. Die Intervallzeit ist 'i step' / 'Scan rate'. D.h.: Wenn 'i step' 0,005 mA und die Abtastrate 0,1 mA/s beträgt, ist die Intervallzeit 0,05 s.

 

Messung

Wie andere galvanostatische Techniken ist die LSP besonders nützlich in Systemen, in denen eine Referenzelektrode nicht möglich ist, aber die elektrochemische Oberfläche gut bekannt ist. Da ein kontrollierter Strom an die Elektrode angelegt wird, ist eine stabile und gleichmäßige Reaktionsgeschwindigkeit gewährleistet, was bei komplexen oder mehrstufigen elektrochemischen Reaktionen von Vorteil ist. Galvanodynamische Experimente ermöglichen auch die Bestimmung von Geschwindigkeitskonstanten und Reaktionsmechanismen direkt aus den Strom-Zeit-Daten, was eine quantitative Analyse erleichtert. Außerdem sind sie weniger anfällig für Artefakte, die durch Doppelschichtladungseffekte und Potenzialdrift verursacht werden, wie sie bei potentiodynamischen Experimenten häufig auftreten.

Bei einigen Anwendungen ist es wichtig, dass das Potential nicht zu hoch wird. Dies könnte die Arbeitselektrode zerstören. Wenn der Strom, bei dem dies eintritt, nicht bekannt ist, kann ein maximaler Potenzialwert angegeben werden, bei dem der Scan stoppt. In diesem Fall wird der vom Benutzer angegebene Endstrom möglicherweise nicht erreicht.