Kapazitiver Strom
Kapazitiver Strom ist die Kurzbezeichnung für kapazitiven Ladestrom oder besser gesagt für den Ladestrom eines Kondensators. Ein Kondensator ist ein elektronisches Bauteil, das je nach der an ihm angelegten Spannung elektrische Ladung speichert.
Die geladene Oberfläche einer Elektrode und die Ionen in der Lösung ziehen sich gegenseitig an und bilden zwei getrennte Ladungsschichten an der Grenzfläche zwischen Elektrode und Lösung. Diese beiden Schichten wirken wie ein Kondensator. Somit gibt es nun zwei Möglichkeiten, wie Strom durch die Zelle fließen kann: den kapazitiven Ladestrom und den Faraday-Strom.
Eine detailliertere Darstellung finden Sie im Wissensbasisartikel über kapazitiven Strom.
Artikel
Das Cottrell-Experiment und die Diffusionsbegrenzung 3/3 - Elektrochemische Doppelschicht
In diesem Kapitel werden die elektrochemische Doppelschicht und ihre Eigenschaften behandelt. Die elektrochemische Doppelschicht wirkt wie ein Kondensator, und jede Änderung des Elektrodenpotentials induziert einen kapazitiven Ladestrom, der physikalisch und nicht durch eine chemische Reaktion verursacht wird. Dieser Strom nimmt exponentiell ab.
Kapazitiver Strom
Ändert sich das Potential der Elektrode, beispielsweise bei einem Potentialsprung, ändert sich die vom Kondensator gespeicherte Ladungsmenge, und es fließt ein Strom, der keine chemische, sondern ausschließlich eine physikalische Bedeutung hat. Dies ist der Strom, der den Kondensator auflädt oder entlädt; er wird auch als kapazitiver Ladestrom oder kurz als kapazitiver Strom bezeichnet.