Nachweis mehrerer Schwermetalle 2/5 - Warum sollte man sich um Schwermetalle kümmern?

Dieses Kapitel ist das erste in der Reihe 'Nachweis mehrerer Schwermetalle durch Stripping Voltammetrie'. In diesem Kapitel wird die Bedeutung des Schwermetallnachweises hervorgehoben.

Die Bedeutung von Schwermetallen

Seit einigen Jahrzehnten ist die Umweltverschmutzung ein weithin bekanntes Thema. Die Öffentlichkeit interessiert sich zunehmend für ungesunde oder sogar giftige Stoffe in Ressourcen, die wir für die Herstellung von Gütern des täglichen Lebens verwenden oder sogar selbst konsumieren, z. B. Wasser, Fleisch, Milch und Gemüse.

Aus diesem Grund gibt es für die Forschung zu diesen Themen viele Finanzierungsmöglichkeiten. Verunreinigtes Wasser ist die Ursache für viele Krankheiten und andere Gesundheitsprobleme. Die Überwachung des Trinkwassers ist eine wichtige Aufgabe, um die Gesundheit der Menschen zu erhalten. Während bei Oberflächenwasser Bakterien die Hauptgefahr darstellen, wird in fast allen städtischen Gebieten Wasser getrunken, nachdem es durch Rohrleitungen geflossen ist. Dies oder die direkte Verschmutzung des Grundwassers kann zu Schwermetallen im Trinkwasser führen. Viele Schwermetalle sind biologisch aktiv und können Krankheiten verursachen. Ein bekanntes Beispiel ist die Bleivergiftung.

Ursprünglich bezog sich der Begriff "Schwermetalle" auf Metalle mit einer höheren Dichte als Eisen, aber heutzutage wird der Begriff allgemein als Bezeichnung für alle Metalle verwendet, die für die Natur giftig sind.

Ursachen und Fälle von Schwermetallbelastungen

Der Großteil der Schwermetalle, die in die Nahrungskette und ins Wasser gelangen, ist auf menschliches Handeln zurückzuführen. Die meisten Schwermetalle sind in der Erdkruste vorhanden, aber der Bergbau bringt sie an die Oberfläche. Saurer Regen, der durch Luftverschmutzung oder andere freiliegende Mineralien verursacht wird, löst die Metalle aus den Erzen und trägt sie in Flüsse und Pflanzen. Manchmal werden schwermetallhaltige Abfälle direkt in Flüsse oder Meere entsorgt.

All dies hatte erhebliche Auswirkungen auf den Menschen. Das Metall wird nicht aus der Nahrungskette entfernt, sondern verbleibt in ihr. Und seit der Industrialisierung hat die Schwermetallbelastung stark zugenommen. Es sind viele Beispiele für die negativen Folgen der Schwermetallbelastung bekannt. 1910 wurden cadmiumhaltige Bergbauabfälle in einem japanischen Fluss entsorgt. Die Folge war, dass die Menschen, die den mit Flusswasser angebauten Reis aßen, weiche Knochen bekamen und an Nierenversagen litten.

Der verrückte Hutmacher aus dem Buch Alice im Wunderland geht auf den Ausdruck "verrückt wie ein Hutmacher" zurück. Der Ausdruck geht wahrscheinlich auf die negativen Auswirkungen von Quecksilber zurück, das bei der Herstellung von Filzhüten verwendet wird. Frauen, die aufgrund von Bergbauabfällen quecksilberverseuchtes Wasser tranken, brachten geistig behinderte Kinder zur Welt.

Dass Blei giftig ist, ist seit der griechischen und römischen Antike bekannt. Dennoch schätzte die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2013 immer noch 143.000 Todesfälle aufgrund von Bleivergiftungen. Auch Arsen ist ein recht verbreitetes, aber hochgiftiges Element. In der Antike wurde Arsen nur von Sklaven abgebaut, da darauf die sichere Todesstrafe stand. Im Jahr 2014 starben Tausende von Menschen in Asien aufgrund von arsenverseuchtem Grundwasser.

Die Überwachung des Schwermetallgehalts von Lebensmitteln und Wasser ist wichtig, um viele Todesfälle zu verhindern und die Quellen von Vergiftungen zu ermitteln.